
Vortrag: Johannes Lepsius. Dr. Roy Knocke, Direktor des Lepsius-Hauses in Potsdam
Johannes Lepsius gehört zu den prominenten deutschen Personen des Humanitarismus im frühen 20. Jahrhundert. Von 1908 bis 1926 lebte und wirkte er in Potsdam, in der Großen Weinmeisterstraße. Von hier aus dokumentierte er nicht nur den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges, sondern organisierte auch humanitäre Hilfe für die Überlebenden. Sein Werk zeigt eindrucksvoll die Auseinandersetzung mit Fragen von Minderheitenrechten und mit der Geschichte von Homogenisierungsbewegungen in Vielvölkerstaaten. Der Vortrag stellt Johannes Lepsius als engagierten Humanisten vor und zeigt wie seine Arbeit bis heute im Lepsiushaus Potsdam nachwirkt.